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Eingreifen und bewahren. Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten KV Freiburg Ein roter Winkel mit einer Nummer auf der Jacke des Häftlings war in den Konzentrationslagern während der Zeit von 1933 bis 1945 das Erkennungszeichen für politische Häftlinge. Als politische Häftlinge galten alle, die in irgendeiner Weise Widerstand gegen die Nazis geleistet hatten. Ihre gemeinsamen Forderungen nach der Befreiung am 8. Mai 1945 waren: Nie wieder Faschismus - nie wieder Krieg! Zusammenarbeit aller Demokraten für Frieden und Völkerverständigung, für Sicherung und Ausbau der Grundrechte. Dieser antifaschistische Konsens war die Basis für das Grundgesetz, ohne ihn gibt es keine politische Kultur in unserem Land. Der rote Winkel ist heute das Symbol der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten. Dieser Name signalisiert das besondere der VVN-BdA: Die Gleichzeitigkeit, Begegnung und Gemeinsamkeit der Generationen. Sie reicht von Frauen und Männern, die den Nazis von Anfang an widerstanden, von überlebenden Häftlingen von Auschwitz, Buchenwald und Ravensbrück, bis hin zur jüngsten Generation, die heute in der VVN mitarbeitet. Sie stehen gemeinsam für antifaschistische Kontinuität: für Lernen aus der Vergangenheit. Für die Vision einer antifaschistischen Zukunft, einer Welt ohne Rassismus, Nazismus, Militarismus. Ohne Ausgrenzung, Faschismus und Krieg. A
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Weitere
Informationen finden Sie auf folgenden Websites:
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Kontakt und Impressum:
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| Aufgaben
und Ziele der VVN heute:
Wir sind von einer humanistischen und antifaschistischen Bundesrepublik Deutschland noch sehr weit entfernt. Hunderte von Übergriffen auf Immigranten/Fremde, oftmals von zynischem Beifall der umstehenden Bevölkerung begleitet, sprechen hier eine deutliche Sprache. Wir sehen unsere Aufgabe darin, mit allen gleichgesinnten Menschen zusammen aktiv gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Neofaschismus aufzutreten. Wir sehen unseren spezifischen Beitrag darin, historische Zusammenhänge deutlich zu machen und die Gefahren für die Demokratie aufzuzeigen. Als eine Bündnisorganisation verstehen wir uns als mögliches Bindeglied von Initiativen und Gruppen. Zukunftsentwurf AntifaschismusDie VVN-BdA ist ein überparteilicher
Zusammenschluss von Verfolgten des Naziregimes, Widerstandskämpferinnen
und Widerstandskämpfern, Antifaschistinnen und Antifaschisten aller
Generationen. A |
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Als
für einen Ministerpräsidenten völlig unakzeptabel hat die
Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten,
Oettingers Äußerungen über den ehemaligen Ministerpräsidenten Hans
Karl Filbinger bezeichnet.
Pfennig wies darauf hin, dass Filbingers Todesurteile nicht, wie er selbst immer wieder betonte der „turbulenten Zeit“ des Kriegsendes, sondern der nationalsozialistischen Überzeugung Hans Karl Filbingers geschuldet waren. Zeugen bestätigen, dass Filbinger bereits „in den Jahren in den Jahren 1935 - 1937 in brauner Uniform als Mitglied des Freiburger SA-Studentensturms auftrat“.
„Erst der
Nationalsozialismus schuf die geistigen Voraussetzungen für einen
wirksamen Neubau des deutschen Rechts. ...Schädlinge am
Volksganzen... werden unschädlich gemacht“ - Diese Sätze schrieb
Hans Filbinger ohne Not und ohne Zwang 1935 in der Zeitung der
katholischen Studentenbewegung „Neudeutschland“.
„Wer die Teilhaberschaft an den Verbrechen, heute zur Widerstandshandlung gar noch ‚unter großer Gefahr’, verklärt, wie Günther Oettinger das in seiner Rede getan hat, erhebt die Mitschuld zur Tugend. Heute kann und darf jenes ‚penetrant gute Gewissen’, das Erhard Eppler einst Hans Filbinger bescheinigt hat, und das sich wie ein brauner Faden von Kiessinger bis Oettinger durch die Geschichte der Landes-CDU zieht, nicht mehr hingenommen werden“, erklärte Pfennig.
Nach Auffassung der VVN-BdA sei die verweigerte
Einsicht in das Verbrecherische des historischen Geschehens der
eigentliche Skandal. Während anderswo Reue eingefordert werde, würden
die nationalsozialistischen Biografien in den eigenen Reihen, zum
demokratischen Vorbild umgelogen. A
Infotisch und Unterschriftensammlung für ein Verbot der faschistischen NPD im April 2007 in Freiburg |
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Großdemonstration gegen Naziaufmärsche in Freiburg am 14. Sept. 2002 Rede zum 1. Mai 2007 beim DGB
Freiburg, Stühlinger Kirchplatz Von
Max
Hoelz, Freiburg Liebe
Kolleginnen und Kollegen, ich spreche hier für die Vereinigung der
Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten Freiburg. Vor 62
Jahren, am 21. April 1945 wurde Freiburg von der französischen Armee im
Rahmen der alliierten Streitkräfte vom Terror des Nazi-Faschismus
befreit. Die Truppen kamen durchs Wildtal über Zähringen und wurden
noch von einzelnen fanatischen Nazi-Heckenschützen aus Häusern bekämpft.
Vor 74 Jahren, am 21. April 1933 wurde der Philosoph Martin Heidegger,
zum Rektor der Universität Freiburg gewählt. Am 1. Mai 1933 trat
Heidegger der NSDAP bei (Mitglieds-Nr.312.589 Gau Baden), und blieb
bis zum Schluss (1945) Mitglied. Am 2. Mai wurden überall im
Deutschen Reich die Gewerkschaftshäuser von der faschistischen SA
besetzt. Ab dem 5. Mai durften sich nach einem Erlass des Badischen
Kulturministeriums jüdische Studenten nur noch unter Vorbehalt, das heißt
gar nicht, an der Universität zum Studium einschreiben. Am 10. Mai 1933
rief die Studentenschaft der Uni Freiburg zur weihevollen Bücherverbrennung
auf und verbrannte alles, was den Nazis an kritischem Schriftgut nicht
passte. Am 16. Mai 1933 wurde das Haus der jüdischen Verbindung
Neo-Friburgia in der Basler Straße von der SA der Nazis besetzt. Am 26.
Mai feierten Lehrkörper und Studentenschaft der Uni Freiburg den zum
Nazi-Märtyrer erhobenen ehemaligen Studenten der Uni Freiburg, Leo
Schlageter. Er war in der Besatzungszeit des Ruhrgebietes 1923 wegen
terroristischer Anschläge von einem französischen Militärgericht zum
Tode verurteilt und hingerichtet worden. Am 18. Juli 1933 wurde die Einführung
des sogenannten Deutschen Grußes, also des Hitlergrußes, an der
Universität beschlossen… So kamen
Freiburg und seine Universität zum Nazi-Faschismus. Jeder konnte es mit
offenen Augen sehen. Zurück zur Befreiung Freiburgs vom Faschismus:
Wenige Wochen nach Kriegsende im Mai 1945 verlangte der Chef der Militärregierung
in Freiburg, die Nazis, also alle ehemaligen Mitglieder der NSDAP zu
isolieren und sie für eine nützlichen Wiederaufbauarbeit zu verwenden.
Und siehe da, es begegnete ihm, wie vielen Nachgeborenen danach auch,
das Kuriosum: Niemand war Nazi. Alle waren schon immer dagegen. Andere taten nur zum
Schein mit. Und die
wirklich großen Nazis waren längst mit ihren Familien unauffindbar aus
der Stadt verschwunden, nicht ohne zuvor so gut wie alle Unterlagen, die
über Mitgliedschaft und Funktion in allen NSDAP-Organisationen
Aufschluss gegeben hätten, zu vernichten. Aber das stimmt nicht: Die
vielen Millionen Nazis sind nach 1945 nicht etwa wie die Marsmännchen
wieder von der Erde verschwunden. Sie
waren alle noch da! Und hier beginnt die Geschichte,
beziehungsweise das Märchen vom
guten Menschen Hans Karl
Filbinger. Der war nämlich, wie uns Baden-Württembergs
Ministerpräsident Oettinger verriet, in Wirklichkeit gar kein Nazi,
sondern ein Gegner des Naziregimes. Das hatte nur in der Nazizeit 12
Jahre lang niemand bemerkt. Und deshalb kann auch schlecht widersprochen
werden, wenn die Archive feststellen mussten, dass Filbinger seit 1934
Mitglied der Sturmabteilung, also der SA gewesen ist, und seit
1937 Mitglied der NSDAP, eingetreten in der Ortsgruppe
Freiburg-Unterwiehre, wie seine in voller Größe in der
Badischen Zeitung veröffentlichte Mitgliedskarte ausweist. Alle
Mitgliedskarten der NSDAP sind der US-Army nach 1945 in die Hände
gefallen und wurden lange Zeit im US-Document-Center in West-Berlin
aufbewahrt, bevor sie ans Bundesarchiv gingen. Wir sollten
jetzt aber nicht glauben, dass alle diese 12 Millionen Mitglieder der
NSDAP in Deutschland, Österreich und dem Ausland zwischen 1919 und 1945
wirklich Nazis gewesen sind. Nein, eigentlich und offenbar nicht. Nach
1945 kannten nur die wenigsten Deutschen einen Nazi, alle anderen in der
dann aufgelösten NSDAP „mussten“ nämlich in die Partei eintreten,
beispielsweise. wegen der Karriere oder wegen anderer persönlicher oder
beruflicher Gründe, freiwillig war da augenscheinlich fast niemand
drin. Hans Filbinger, laut MP Oettinger Nazi-Gegner war so einer. Seiner
juristischen Karriere war die NSDAP-Mitgliedschaft förderlich.
Freiwillig, ohne Not und Zwang, schrieb der Jurist Filbinger 1935 in der
Zeitung der katholischen Studentenbewegung „Neu-Deutschland“ Sätze,
wie die folgenden: „Erst der Nationalsozialismus schuf die geistigen
Voraussetzungen für einen wirksamen Neubau des deutschen Rechts.“ Und
„Schädlinge am Volksganzen [...] werden unschädlich gemacht“. Wer
so schreibt, handelt im Zweifelsfall auch danach. Und so kommen die
Militär-Todesurteile zustande, die Filbinger 1945 gegen Deserteure der
Wehrmacht in Norwegen teilweise als Militär-Staatsanwalt beantragte
oder als Militärrichter festlegte und deren Exekution er in mindestens
einem Fall auch als Vollstrecker anordnen ließ und bei der er anwesend
war. Und mit so einer Gesinnung kommt es, dass er auch in englischer
Kriegsgefangenschaft in Norwegen, als die Engländer zwar das
Gefangenenlager bewachten, aber die innere Ordnung den Deutschen überließen,
ein einfacher Soldat 3 Wochen nach Kriegsende zu sechs Monaten Gefängnis
verurteilt wurde, weil er die Nazi-Offiziere beleidigt hatte und einen
Befehl zum Umzug in eine andere Baracke verweigerte. Er sagte: „Ihr
Nazi-Hunde. Ihr seid schuld an diesem Krieg.“ Nein,
Filbinger war kein Nazi-Gegner, er war auch kein Sand im Getriebe des
damaligen politischen Systems. Im Gegenteil. Er hat Karriere gemacht,
Todesurteile gefällt und vollstrecken lassen, ohne Zwang. Er war –
wie es Prof. Messerschmidt vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt in
Freiburg so unnachahmlich formulierte – er war tatsächlich Öl im
Getriebe des Nazi-Unrechtssystems. Von Anfang an bis zur militärischen
Niederlage des deutschen Faschismus, die auch die persönliche
Niederlage des Hans Karl Filbinger war. Aber in diesem Geist hat
Filbinger auch die CDU Baden-Württembergs geprägt und er wurde in
diesem Geist auch MP, bis er 1978 über seine Vergangenheit und seine
bis zum Tod anhaltende Uneinsichtigkeit und Unbelehrbarkeit stolperte.
Sein später Nachfolger im Amt, Oettinger, eher als Technokrat bekannt,
will nun aber im Zweifelsfall auch nicht auf die bis zu zehn Prozent
national-konservativen bis rechtsradikalen Wähler verzichten, die früher
erst NPD und später die Rebublikaner wählten, und positioniert sich am
Beispiel der Geschichte von Filbinger und von Filbingers
Vergangenheitsbewältigung in seiner Trauerrede entsprechend weit rechts
außen. Eine Scharnierfunktion in diesem Verhältnis zwischen rechter
CDU und neofaschistischen Kreisen, wie der NPD, fällt in diesem
Zusammenhang dem Studienzentrum Weikersheim im schönen unterfränkischen
Taubertal zu. Filbinger gehörte zu den Gründern und maßgeblichen
Impulsgebern dieser Institution, MP Oettinger gehört dem Trägerverein
als Mitglied an. Wie die Tageszeitung „Junge Welt“ enhüllte, föderte
die Bundeszentrale für politische Bildung diese rechte Kaderschmiede
bisher mit DM 200.000. Ebenso beteiligen sich die Firmen Daimler und
Bosch Stuttgart, die Dresdner Bank und das Bankhaus Delbrück mit
Finanzspritzen, steuerlich absetztbar, versteht sich. Hier schließt
sich der Kreis zur NPD, wenn – wie die „Junge Welt“ berichtete,
der NPD-Landesvorsitzende von Ba-Wü, Jürgen Schützinger, seinen
Landesvater mit der Filbinger-Trauerrede auf dem rechten Weg sieht und
MP Oettinger „ein gutes Durchhaltevermögen“ wünscht. Und der
Landesgruppenvorsitzende der CDU-Ba-Wü im Berliner Bundestag äußert
unwidersprochen über diese unsägliche Trauerrede: „Für unsere Anhängerschaft
hat er einen ganz, ganz großen Schritt getan. Er hat ein Tor aufgestoßen.
Das wird ein Großer.“ Um gegen diese Entwicklung der
bundesrepublikanischen Demokratie nach rechts einen Pflock zu setzen,
hat die VVN-Bund der Antifaschisten eine Kampagne für ein Verbot der
neofaschistischen NPD, der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands,
auf den Weg gebracht. Mit einem Appell an die Bundestagsabgeordneten
sollen innerhalb eines Jahres insgesamt 100.000 Unterschriften
zusammengebracht werden, die mit Namen und Anschrift ein Verbot der NPD
fordern. Insgesamt 44.000 davon sind bis zum heutigen 1. Mai bereits
zusammengekommen. Begonnen hat die Kampagne am 27. Januar, dem 62.
Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die
Rote Armee und enden soll sie am 9. November diesen Jahres, dem
Jahrestag der antijüdischen Pogromnacht in Deutschland. Unterstützt
wird der Appell zum Verbot der NPD von Persönlichkeiten wie dem
katholischen Bischof von Regensburg, Karl Müller, vom Bürgermeister
von Wunsiedel, Beck, von den OB’s von Augsburg und Weimar, vom Präsidium
des 1. FC Nürnberg, der Radsportlegende Täve Schur, dem Liedermacher
Hannes Wader, dem Maler Prof. Willi Sitte aus Halle, dem Berliner
Filmproduzenten Atze Brauner, der Schauspielerin Hannelore Elsner, dem
Gewerschaftsrat von ver.di,
den KZ-Überlebenden Kurt Goldstein, Berlin, Ernst Grube, Bayern, Martin
Löwenberg, München und vielen anderen. Jede einzelne Unterschrift
unter diesen Aufruf ist ein ganz persönliches Bekenntnis zu der
speziell deutschen Lehre aus unserer eigenen Geschichte: Nie
mehr Faschismus! Was
sind nun die Gründe für eine erneute Verbotsforderung gegen die NPD?
Die NPD ist derzeit die stärkste Gruppierung im neofaschistischen
Spektrum Deutschlands. Sie sitzt mit starken Fraktionen in den Landtagen
von Sachsen und von Mecklenburg-Vorpommern und mit vielen Vertretern in
den Kommunen und Kreistagen der Bundesrepublik. Um sie herum gruppiert
sich der aggressivste und menschenfeindlichste Bereich der deutschen
Neiofaschisten, die sogenannte Szenerie der „freien Kameradschaften.
Dies sind offen auftretende Schlägertrupps im Stile der früheren SA,
die offenen Rassismus verbreiten, Andersdenkende bedrohen und verprügeln
und auch vor Mord nicht zurückschrecken (Kameradschaft „Süd“ in München,
geplanter Anschlag auf den Neubau der dortigen Synagoge). Viele dieser
„Kameraden“ sind mittlerweile in die NPD eingetreten. Die NPD hat
seit ihrer Gründung 1964 ihren Charakter einer ehemals eher
national-konservativen Altväterpartei mit etlichen ehemaligen
NSDAP-Mitgliedern vollkommen gewandelt. Heute agiert sie vielerorts
offen faschistisch, rassistisch und antisemitisch. Sie scheut nicht
davor zurück, ihre politischen Gegner auch körperlich anzugreifen, wie
im Landtagswahlkampf in Schleswig-Holstein durch Landevorstandmitglieder
geschehen. Der
Nazi-Anwalt Jürgen Rieger, verantwortlich für die Immobilien-Ankäufe
der rechten Szene, trat vor einiger Zeit in die NPD ein und ist seit
kurzem Landesvorsitzender in Hamburg. Thorsten Heise, Leiter diverser
“freier Kameradschaften“ zum Beispiel im niedersächsischen Northeim
und im Ostharz, trat in die NPD ein, sitzt jetzt im Bundesvorstand und
ist verantwortlich für die Integration der „Kameradschaften“ in die
Partei. Das selbe gilt für Thomas Wulff, genannt „Steiner“,
ebenfalls Niedersachsen. Die Liste ließe sich fortsetzen. Die NPD
unterstützt auch direkt und indirekt den Aufbau „Befreiter Zonen“,
derzeit noch lediglich im Osten, wie in der Sächsischen Schweiz
(Zittau), in der brandenburgischen Uckermark, in bestimmten Gebieten
Mecklenburgs und Vorpommerns, wo demokratisch gesinnte Jugendliche sich
nicht mehr ohne Gefahr an Leib und Leben in ihrem Alltagsleben bewegen können. Für uns ist
die NPD im Ist-Zustand eine direkte Nachkommensorganisation der NSDAP
und nach den Artikeln 21 und 139 des Grundgesetzes zu verbieten. Was würde denn so ein Verbot bringen? Ein Verbot würde die Partei
von der wichtigen Quelle der Finanzierung durch die staatliche
Wahlkampfkosten-Rückerstattung abschneiden. Staatsknete für eine
parteinahe Stiftung zur steuerbegünstigten Verbreitung von
„demokratisch verbrämtem Rassismus“ wäre ebenfalls nicht möglich
nach einem Verbot. Demonstrationen zu Geschichtsrevisionismus, gegen den
Bau von Synagogen oder Moscheen, gegen angebliche Überfremdung usw.,
die die NPD gerne organisiert und anmeldet, könnten nicht mehr unter
dem Parteienprivileg vereinfacht angemeldet werden und müssten nicht
von der Polizei geschützt werden. Kurzum: Offener Rassismus und
Faschismus hätten es schwieriger im öffentlichen Raum der
Bundesrepublik. Was sind die
Gefahren eines Verbotes? Oft wird der mögliche Gang in den
unkontrollierbaren Untergrund der Rechten angegeben. Aber, mal ganz
ehrlich, da sind sie doch auch jetzt schon, in diesem Untergrund. Oder
was denkt ihr, in welchem Raum die Kameradschaften agieren, die
sogenannte Anti-Antifa, die es sich zur Aufgabe gemacht hat,
Antifaschisten zu beobachten, sie zu terrorisieren? Dies läuft natürlich
im halblegalen und im illegalen Raum ab. Ein Verbot
der NPD als der stärksten und wirkungsvollsten Organisation der Rechten
in Deutschland macht die Verbreitung antidemokratischer Inhalte, von
unterschwelligem Rassimus, von der Verherrlichung der Nazi-Diktatur und
ihrer Terror-Organisationen schwieriger. Sicherlich, ein Verbot der NPD
löst nicht alle Probleme mit dem Faschismus in Deutschland, es kann
aber ein Anfang sein. Lasst es uns
gemeinsam anpacken. Lasst uns dabei ein Beispiel nehmen bei den vielen
unorganisierten Schülerinnen und Schülern, die an ihren Schulen
Unterschriften sammeln, an den katholischen Jugendgruppen, die das selbe
tun, an Ortsverbänden der Grünen, die gegen den Willen ihres
Bundesvorstandes mitsammeln, an den SPD-Ortsvereinen, die sich
engagieren, Mitgliedern von DKP, SDAJ und Linkspartei, die mit Elan
sammeln; also lasst uns Teil sein dieser Volksfront
von unten, die sich wehrt gegen eine Gesellschaft, in der der
Neofaschismus und Rassismus der NPD und anderer Gruppen sich immer mehr
Raum nimmt. Wir wollen das nicht. Ja, nicht nur das, wir wollen das
nicht, weil wir glauben: Eine
andere Welt ist möglich, zu beweisen hier in Freiburg, in
der gesamten Bundesrepublik, in der globalisierten Welt. Helft mit dabei
und stärkt auch die vielen fantasievollen Aktivitäten gegen den Gipfel
der Mächtigen, gegen das Treffen der G8, der Führer der großen und mächtigen
acht weltbeherrschenden imperialistischen Länder in Heiligendamm vom 2.
bis zum 6. Juni. Vielen Dank. Der Gewerkschafter und Antifaschist Werner Pfennig ist totVVN-BdA nimmt Abschied von ihrem Vorsitzenden
Am 29. Januar 2008 verstarb nach kurzer
schwerer Krankheit im Alter von 70 Jahren der Vorsitzende der
Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der
Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Werner Pfennig.
Seine erste politische Prägung erhielt er bereits als Kind, als er die Schrecken der Nazizeit in seinem familiären Umfeld erlebte. Seine lebenslange eindeutige Haltung gegen Faschismus und Krieg wurde durch diese Erfahrungen begründet. Auf seinem Weg in den Beruf nach dem Krieg begleiteten ihn auch gute politische Lehrmeister. Mit Beginn seiner Lehre als Schriftsetzer wurde er schon als Sechzehnjähriger Mitglied in der IG Druck und Papier, einer Gewerkschaft, die konsequent für eine antifaschistische Orientierung, für eine soziale und politische Alternative zur Adenauer-Administration eintrat. Als politisch bewusster Gewerkschafter wirkte er in der außerparlamentarischen Opposition und der 68er Bewegung mit. Der Leitspruch "Wissen ist Macht" galt für ihn auch in der Gewerkschaft, wenn es darum ging, Antworten auf die politischen Herausforderungen der Zeit zu geben. Und so folgte er Anfang der 70er Jahre dem Ruf an die gewerkschaftliche Bildungsstätte in Springen und in die Hans-Böckler-Stiftung, bevor er Mitarbeiter im Hauptvorstand der IG Druck und Papier wurde. Große Anerkennung erwarb er sich bei seinen Kollegen und in der Gewerkschaft als gewählter Landesbezirksvorsitzender der IG DruPa in Baden-Württemberg und später im geschäftsführenden Hauptvorstand der IG Medien. Er verband tarifliche Auseinandersetzungen überzeugend mit gesellschaftspolitischen Fragen. Und immer wieder ergriff er in aller Klarheit Partei für Frieden und die antifaschistische Sache. In einer fulminanten Rede auf dem 15. ordentlichen Bundeskongress des DGB im Juni 1994 prangerte er Fremdenfeindlichkeit und die Diskriminierung von ausländischen Mitbürgern an. Er erinnerte an den Brandanschlag in Solingen und kritisierte die Reaktion der Bundesregierung, das Asylrecht abzuschaffen, statt politisch gegen Rassismus vorzugehen. Er rief auf zu betrieblichen und gesellschaftlichen Aktionen gegen Rassismus, Intoleranz und Neofaschismus. "Wir müssen jetzt aktiv handeln in einem breiten demokratischen Bündnis, damit wir zu einer demokratische Lebens- und Arbeitsform in unserem Land kommen". 1995 ging Werner Pfennig in den Ruhestand. Diesen nutzte er - neben vielfältigen ehrenamtlichen Aufgaben in seiner Gewerkschaft - für ein stärkeres Engagement in der VVN-BdA. Seit dieser Zeit übernahm Werner Pfennig in Baden-Württemberg und auf Bundesebene politische Verantwortung für die Arbeit der Organisation. Als gewählter Landessprecher und als Bundessprecher war er auf zahlreichen Veranstaltungen, auf Kundgebungen und Demonstrationen, in Fachgesprächen und Podien als profilierter Antifaschist präsent. Ungezählt sind seine Auftritte bei Aktionen gegen Naziaufmärsche, in den Protesten der Friedensbewegung gegen die Militarisierung der Bundesrepublik und ihrer Außenpolitik. In diesen Jahren unterstützte er den komplizierten Prozess der Vereinigung der antifaschistischen Verbände in Ost und West. Als es nach dem Einigungskongress darum ging, zwei gleichberechtigte Vorsitzende zu wählen, stellte sich Werner Pfennig als Vertreter der alten VVN-BdA zur Verfügung. Im vergangenen Jahr nutzte er seine Erfahrungen und Kontakte, um die Kampagne "NoNPD" zu einer gesellschaftlichen Debatte und Auseinandersetzung zu machen. Er hatte großen Anteil daran, dass das ehrgeizige Ziel von 100.000 Unterschriften im November 2007 weit übertroffen werden konnte. Wir werden seine politisch klaren, von Erfahrungen getragenen, empathischen aber auch streitbaren Beiträge für unsere gemeinsame antifaschistische Arbeit vermissen. Wir werden ihn nicht vergessen. Dr. Ulrich Schneider Bundessprecher der VVN-BdA
Verhallen 175.000 Stimmen zum NPD-Verbot ungehört? Präsidium
des Deutschen Bundestages zeigt sich bisher nicht bereit, Schreiben
und Unterschriften entgegenzunehmen
Mehr als bedauerlich ist nun, dass sich das Bundestagspräsidium weigert, den gesammelten Volkswillen in Form der Unterschriften, entgegenzunehmen. Die Empfehlung von Bundestagspräsident Norbert Lammert in einem Brief vom 26. Oktober, sich an den Petitionsausschuss zu wenden, wurde am 8. November von diesem abschlägig beantwortet. In dem Brief heißt es, "dass die Obleute des Petitionsausschusses beschlossen haben, dass zunächst keine persönlichen Übergaben an Abgeordnete des Petitionsausschusses stattfinden sollen. Wir können Ihnen lediglich anbieten, die Unterschriften bei einem Mitarbeiter des Ausschussdienstes des Petitionsausschusses in der Schadowstr. abzugeben".
Ein weiteres Schreiben vom November an den Bundestagspräsidenten mit
der Aufforderung, endlich eine Klärung herbeizuführen, blieb
unbeantwortet.
Unterstützt wurde die Kampagne von zahlreichen prominenten Unterzeichnern, darunter u.a. die Schauspieler Hannelore Elsner, Peter Sodann, Rolf Becker, Ilja Richter, Erwin Geschonneck und Gisela May, der Kabarettist Jürgen Becker, die Liedermacher Konstantin Wecker, Hannes Wader und Dieter Süverkrüp. Das ursprüngliche Ziel, bis zum 9. November 100.000 Unterschriften zusammeln, wurde bei zahlreichen bundesweiten Aktionen weit übertroffen. Es beteiligten sich Bürgerinnen und Bürger jeden Alters, Wohnortes und sozialer Herkunft, Gewerkschaften, Jugendverbände, Ausländerorganisationen, Jugendverbände, Betriebsräte, katholische und evangelische Kirchengemeinden. Unterschieben haben den Brief die Bürgermeister aus Wunsiedel, Halle, Weimar, Bremen, Schwabach, Augsburg, Nürnberg und Tübingen.
Auf einer Pressekonferenz am 30. November 2007erklärte der Vorsitzende der VVN-BdA, Werner Pfennig, dass der Verband Druck machen werde, damit die Briefe mit den mehr als 175.000 Unterschriften ihre Adressaten erreichen. Dazu werde die VVN-BdA weiter die Unterstützung der Öffentlichkeit und der Medien suchen. |
Vor 25 Jahren wurde der afroamerikanische Jornalist Mumia Abu-Jamal zum Tode verurteilt Mumia Abu Jamal: UnterstützerInnen mobilisieren „Kill-Mumia-Fraktion" Bis jetzt hat das Bundesberufungsgericht in Philadelphia noch keinen neuen Termin für die ursprünglich für Januar terminierte Anhörung angesetzt, die über das Leben und die Freiheit von Mumia Abu-Jamal entscheiden könnte. Der afroamerikanische Journalist und politische Gefangene wurde vor 25 Jahren des Mordes an einem weißen Polizisten beschuldigt und zum Tode verurteilt. Im
Januar berichtete Abu-Jamals Anwalt, Robert F. Bryan, den Teilnehmern
der XII. Rosa-Luxemburg-Konferenz in Berlin über den Stand des
Verfahrens und die Bedeutung der anstehenden Anhörung. Auch die Unterstützer
Abu-Jamals in den USA sind ständig unterwegs, um für den bedeutenden
Tag zu mobilisieren. Zusammen mit der Jericho Movement werden sie am 17.
März an der Antikriegsdemonstration in Nachdem der Pariser Vorort St. Denis eine Straße nach Abu-Jamal benannte, griff die FOP den Stadtrat von St. Denis ebenso vehement an wie den Stadtrat von Paris, weil dieser Mumia 2003 zum Ehrenbürger von Paris ernannt hatte. Unter anderem bewirkt die FOP, dass der US-Kongress im Dezember eine Resolution verabschiedete, die die Straßenbenennung und St. Denis verurteilt. Abu-Jamals Unterstützer haben eine Kampagne für die Ansetzung einer Untersuchung des Rechtsausschusses initiiert, der über die Fakten des Falles informieren und Vertreter St. Denis anhören sollte. In der laufenden Wahlkampf zum Bürgermeister von Philadelphia hat die FOP durchsickern lassen, dass sie eine Kandidatur der afroamerikanischen Kongressabgeordnete Chaka Fattah nicht unterstützen würde, obwohl Fattah die Resolution gegen die Straßenbenennung in St. Denis bejaht hatte. Denn Fattah war 1995 Initiatorin eines offenen Briefes afroamerikanischer Politiker für ein neues Verfahren für Abu-Jamal.
Der Abgeordnete Donald Payne aus New Jersey hatte damals den Brief auch
unterschrieben und war einer der einunddreißig Abgeordnete, die
gegen die Verabschiedung der Resolution im Kongress gestimmt hatte.
Nachdem das Organisationskomitee der St. Patrick's Day Parade (am 17. www.jungewelt.de/beilage/art/1321 gelesen werden.Siehe auch www.freedom-now.de und www.freemumia.com
Peter Gingold bei einer Demo gegen Naziaufmärsche am 14. September 2002 in Freiburg im Breisgau Der Schwur von Buchenwald
Kameraden! Wir Buchenwalder Antifaschisten sind heute angetreten zu Ehren der in Buchenwald und seinen Außenkommandos von der Nazibestie und ihrer Helfershelfer ermordeten 51.000 Gefangene! 51.000 erschossen, gehenkt, zertrampelt, erschlagen, erstickt, ersäuft, verhungert, vergiftet, abgespritzt. 51.000 Väter, Brüder, Söhne starben einen qualvollen Tod, weil sie Kämpfer gegen das faschistische System waren. 51.000 Mütter und Frauen und hunderttausende Kinder klagen an! Wir lebend gebliebenen, wir Zeugen der nazistischen Bestialitäten sahen in ohnmächtiger Wut unsere Kameraden fallen. Wenn uns eins am Leben hielt, dann war es der Gedanke: Es kommt der Tag der Rache! Heute sind wir frei! Wir danken den verbündeten Armeen, der Amerikaner, Engländer, Sowjets und allen Freiheitsarmeen, die uns und der gesamten Welt Frieden und das Leben erkämpfen. Wir gedenken an dieser Stille des großen Freundes der Antifaschisten aller Länder, eines Organisatoren und Initiatoren des Kampfes um eine neue demokratische, friedliche Welt. F. D. Roosevelt - Ehre seinem Andenken! Wir Buchenwalder, Russen, Franzosen, Polen, Tschechen, Slowaken und Deutsche, Spanier, Italiener und Österreicher, Belgier und Holländer, Engländer, Luxemburger, Rumänen, Jugoslawen und Ungarn kämpften gemeinsam gegen die SS, gegen die nazistischen Verbrecher, für unsere eigene Befreiung. Uns beseelte eine Idee: Unsere Sache ist gerecht - der Sieg muss unser sein! Wir führten in vielen Sprachen den gleichen, harten, erbarmungslosen, opferreichen Kampf und dieser Kampf ist noch nicht zu Ende. Noch wehen Hitlerfahnen! Noch leben die Mörder unserer Kameraden! Noch laufen unsere sadistischen Peiniger frei herum! Wir schwören deshalb vor aller Welt auf diesem Appellplatz, an dieser Stätte des faschistischen Grauens: Wir stellen den Kampf erst ein, wenn auch der letzte Schuldige vor den Richtern der Völker steht! Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung, der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel. Das sind wir unseren gemordeten Kameraden, ihren Angehörigen schuldig. Zum Zeichen Eurer Bereitschaft für diesen Kampf erhebt die Hand zum Schwur und sprecht mir nach: WIR SCHWÖREN! Das Landesamt für Verfassungsschutz Baden-Württemberg über die „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten“ (VVN-BdA) für das Jahr 2007: Im Zentrum
der politischen Arbeit der VVN-BdA steht seit ihrer Gründung im Jahr
1947 der Gedanke des „antifaschistischen Kampfes“. In diesem
Zusammenhang unterstellt sie ganz im Geiste des orthodox-marxistischen
Faschismusverständnisses einen untrennbaren Zusammenhang zwischen
Faschismus und dem Kapitalismus bürgerlich-demokratischer Systeme und
immer wieder eine vermeintliche Kontinuität „faschistischer“
Strukturen in der Bundesrepublik Deutschland. Zur
politischen Agitation der VVN-BdA gehört auch die immer wiederkehrende
Gleichsetzung der politischen Situation in Deutschland mit derjenigen in
den letzten Jahren vor der Machtergreifung durch die
Nationalsozialisten im Jahr 1933. Staatliche Institutionen werden dabei
bezichtigt, gegen die Verfassung zu handeln, faschistische Tendenzen zu
tolerieren und zu fördern, erneut auf Kriegskurs zu gehen und einem
neuen Nationalismus bei gleichzeitigem Aufrüsten zum autoritären Überwachungsstaat
zu frönen. Die
Organisation selbst präsentiert sich als Sammelbecken für Menschen
unterschiedlicher politischer Herkunft, die sich gemeinsam im Sinne des
„Antifaschismus“ betätigen wollen. So verschreiben sich viele
Personen einem „antifaschistischen“ Engagement in der VVN-BdA, ohne
damit zugleich kommunistische Grundpositionen zu vertreten. Diese wissen
möglicherweise nicht um die Gefahr politischer Instrumentalisierung.
Letzteres gilt ebenso für (potenzielle) bürgerliche Bündnispartner,
die durch ein Zusammenwirken mit der VVN-BdA faktisch deren Wunsch nach
gesellschaftlicher Akzeptanz entgegenkommen. Keine Lust auf ÜberwachungFür Freiheit und LebenDas 13.
Antifaschistische Jugendtreffen der VVN-BdA (Vereinigung der
Verfolgten des Naziregimes- Bund der AntifaschistInnen) fand, wie
die Jahre zuvor am Vortag der Luxemburg-Liebknecht-Demonstration am
12. Januar 2008 in Berlin statt. Mit mehr als 250 TeilnehmerInnen
war das Jugendtreffen sehr gut besucht. Stark vertreten waren unter
den TeilnehmerInnen des diesjährigen Antifaschistischen
Jugendtreffens junge Gewerkschaftsmitglieder. |
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AKarikatur von Klaus Stuttmann (Antifa)
© VVN-BdA e. V. | KV Freiburg | 2007 - 2008 | All rights reserved. |
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Gedenkstele im Stadtteil Stühlinger in Freiburg zum Gedenken an die Ermordung von Menschen mit geistiger Behinderung durch die Nazis (Kreispflegeanstalt) |
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Rede anlässlich
des 70. Jahrestages der Reichspogromnacht am 9. November 2008 am Platz
der Alten Synagoge in Freiburg
Werte
Anwesende, erlauben sie mir einen kleinen Exkurs, um an die Opfer des
Pogroms in Freiburg zu erinnern. Marlies Meckel, Initiatorin des
Projekts „Stolpersteine“, wird in fünf Minuten die Namen der
Opfer verlesen, ehe ich mit meiner Rede fortfahre. Nie
Wieder Faschismus - nie wieder Krieg“ hieß die Losung der befreiten
Häftlinge aus den KZ. Immer wieder und immer wieder fragen wir uns,
wie konnte es dazu kommen? Diese Frage, sowie die Suche nach Antworten
und notwendigen Lehren, haben mehr denn je zentrale Bedeutung für
junge Menschen und künftige Generationen, damit so was nie mehr
geschehe. Ein antifaschistischer Konsens spiegelte sich im 1949
geschaffenen GG wieder, welches jeder erneuten faschistischen Betätigung
einen Riegel vorschieben wollte. Keiner konnte sich vorstellen, dass
diese zerstörenden Kräfte in Deutschland jemals wieder in
Erscheinung treten würden. Doch eine Schlussstrichmentalität begünstigt
vom kalten Krieg, beendete jäh die Entnazifizierung. Integration in
den demokratischen Staat war erklärtes Ziel der ersten
Bundesregierung. So konnten Männer wie Globke, Kiesinger, Filbinger
und viele andere wieder politische Karriere machen.
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