Lesung mit Michael Moos zu Vertreibung, Flucht und Rückkehr

10. Januar 2026

Wann: Mittwoch, 21. Januar, 19 Uhr
Wo: Gewerkschaftshaus Freiburg; Friedrichring 41-43
Wer: DGB Stadtverband, ver.di-Ortsverein & VVN-BdA Freiburg

Seit fast 30 Jahren lebt der Rechtsanwalt und Kommunalpolitiker Michael Moos in Freiburg und hat stets tatkräftig im Geschehen der Stadt mitgemischt. Zunächst als junger Student und Demo-Organisator (Bild unten, mit Megaphon), später dann – bis ins 75. Lebensjahr – als Stadtrat der Linken Liste und 2002 als deren OB-Kandidat.
Nun hat er mit „Und nichts mehr wurde, wie es war“ seine Familien- und Lebensgeschichte geschrieben. Und diese ist geprägt durch die Verfolgung und Vertreibung, die seine dem schwäbischen Landjudentum entstammenden Angehörigen in der Nazizeit erlebt – doch nicht in jedem Fall überlebt haben. Zwar gelang seinen Eltern und den Großeltern mütterlicherseits die Flucht nach Palästina, doch die Zurückgebliebenen wurden ermordet.
Über die Beschreibung der Leidenswege seiner Elternfamilien liefert er eine beispielhafte, ebenso exakte wie bedrückende Analyse des an die Macht gelangten Faschismus. Er thematisiert transgenerationale Traumata und die Wichtigkeit eines konsequenten antifaschistischen und politischen Engagements. Nach Vorträgen in ganz Baden-Württemberg liest Michael Moos auf Einladung der Kreisvereinigung der VVN-BdA, des ver.di-Ortsvereins und des Stadtverbands Freiburg des DGB.

Foto einer Demo junger Menschen mit Michael Moos mit Megaphon in der Hand Mitten in der Menge